Alles rund um die Kottenborner (Kotteme) Schweiz und Sinzig (Sentiacum)

Wandern in und um die Kotteme Schweiz und Sentiacum (Sinzig an Rhein und Ahr)

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Wanderung rund um Prüm am Ostermontag

02.04.2013 21:31

Am Ostermontag 2013 unternahmen Maria, Lothar und ich eine Wanderung rund um Prüm. Ich  wünsche Euch viel Spaß beim Lesen und vielleicht wandert ja mal jemand die Strecke nach.

Von Kotternborn fuhren wir mit dem PKW über Wimbach Richtung Barweiler, dann rechts auf  die B 258, an der Kirmutscheider Kreuzung die K3 hoch nach Hoffeld, über die L10 in Richtung Nohn.

Vor Nohn bogen wir dann rechts ab Richtung Ahütte und bogen dann an der Kreuzung am Wotan-Zement-Werk links ab Richtung Kerpen/Hillesheim über die L10.
An Kerpen vorbei gings dann zum Kreisel bei Walsdorf, wo wir die 1. Ausfahrt nach rechts Richtung Hillesheim nahmen.

Wir durchfuhren den Marktort Hillesheim und bogen kurz hinter dem Krimi-Hotel nach links in die Prümer Straße (L10)  Richtung Oberbettingen ab.

Der L 10 folgend kamen wir durch Scheuern, Oos nach Büdesheim, hier fuhren wir nach rechts auf die B 410 an Baselt vorbei Richtung Prüm. Am Gewerbegebiet oberhalb von Prüm folgten wir der B410 nach rechts ins Prümer Tal Richtung Innenstadt.

Im Tal kreuzte dann die B265, der wir nach rechts folgten. Im Kreisel nahmen wir die 2. Ausfahrt und kamen über die Ritzstraße zum
Hahnplatz. Wir bogen nach links ab auf den Parkplatz (Mo-Fr. kostenpflichtig) vor der Prümer  Katholischen Pfarrkirche St. Salvator.

Es handelt sich um eine päpstliche Basilika minor, die zur ehemaligen Prümer Benediktinerabtei gehört.
Patrozinium: St. Salvator, Verklärung Christi ( 6. August).

Mitte des 18. Jahrhunderts erfolgte der Neubau der Kirche und des Klosters nach den Plänen von Balthasar Neumann

Im Innern der Basilika gab es vieles zu bestaunen:

Grablegungsgruppe aus dem 16. Jh. im südlichen Seitenschiff, stand ursprünglich in der Kalvarienbergkapelle
Im Hintergrund das Hungertuch

 

In der Drei-Ärzte Kapelle gibt es den spätgotischen Passionsaltar, der ebenfalls früher in der Kalvarienbergkapelle seinen Platz hatte.
Unter dem Zelebrationstisch des Altares das 1891 gestiftete Reliqiuar mit den Reliquien der Heiligen Drei Ärzte.

 

Die Heiligen 3 Ärzte am Eingang zur Kapelle

 

Eine Muttergottes Statue mit Jakobsmuschel  am linken Seitenaltar

 

Blick durch den Innenraum auf den Altarbereich

 

Blick auf den Hochaltar aus dem Jahre 1727, die Altarmensa ist von 1628

 

Blick auf die Orgelempore  hinauf (gebaut 1730 bis 1731)

Altar in der Marienkapelle

Vom Vorplatz der Basilika stiegen wir die Treppen hinauf zum Hahnplatz, dem zentralen Platz in Prüm.

Am Treppenkopf begegnete uns das Prümer Lamm (Variation des Agnus Dei) Das Prümer Lamm ist auch im Wappen von Prüm enthalten

Rechts neben dem Lamm stand die nachstehende Skulptur eines Jakobspilgers, der Jakobsweg geht druch Prüm

 

Wir wanderten nun am Stadt-Cafe vorbei die Bahnhofstraße herunter, dabei kamen wir am Kunstwerk

"Ausbruch" von Kurt-Wolf von Borries (Kaiser Lothar Preiträger 1966) am Friedhof vorbei.
Es beschreibt den Ausbruch aus tiefster Not, die Befreiung aus engster Umklammerung am tiefsten Punkt der Dunkelheit

Hinter dem Friedhof gingen wir links den Gerberweg hinunter und bogen dann an der
nächsten Kurve rechts ab auf den Fuß- bzw. Fahrradweg nach Niederprüm.
(Man kann auch die Brücke über die Prüm nehmen und nach rechts über das Gelände der
Grenzlandschau Richtung Niederprüm gehen) An der Überquerung der Prüm durch die B410
befindet sich der Wanderparkplatz 14 Prüm am Wenzelbach. An diesem Wanderparkplatz
sind Infokästen angebracht, an denen man sich Wanderkarten entnehmen kann.

Wir gingen dann vom Wanderparkplatz aus den Weg ganz links Richtung Niedermehlen durch Mehlenbachtach, Weg Nr. 8

Nach ca. 500m kamen wir an einem Sandsteinkreuz vorbei

Nach weiteren 400m erreichten wir linker Hand einen Bauernhof, ein anderer Weg kreuzte hier.
Die kleine Kapelle bewachte die Kreuzung:

 

Wir marschierten nun rechts von der Kapelle den Mehlentalweg hoch (Weg Nr.9 -Schild
fehlte-)  und erreichten links einen kleinen Hof an dem der nachstehende restaurierte Pflug uns grüßte

Wir stiegen weiter den Berg hinan, nach einem Bauernhof rechts stießen wir auf eine
Weggabelung mit einem neuen Aussiedlerhaus, hier hielten wir uns rechts den Berg hinauf,
rechts und links frisch gedungte Wiesen, die Fernsicht wurde immer besser, aber auch die
Luft rauher. Auf dem Berggrat angekommen gingen wir immer geradeaus Richtung eines
Sendemastes, -nicht nach rechts der Nr.9  ins Tal folgen-

Wir konnten links die Weite der Schneifel genießen und nach rechts über Prüm hinwegschauen.
So erreichten wir einen Hof, hielten uns aber links davon und kamen an eine Reithalle mit
Reiterhof, an denen wir ebenfalls links vorbei gingen.
 

Hinter dem Reiterhof kam links das Gebäude des Kreiswasserwerks zum Vorschein und
rechts ein Parkplatz, angrenzend an den Sendemast.

Geradeaus erreichten wir den höchsten Punkt des Kalvarienberges.mit dem großen Basaltkreuz

Lothar schaute sich den Explosionskrater an, rechts vom Kreuz. Am 15. Juli 1949 brach in
einem Munitionsstollen in dem die französische Besatzungsmacht Sprengstoff für die
Sprengung des Westwalls gelagert hatte, ein Feuer aus. Zwei Explosionen,
durch 500 Tonnen Sprengstoff hervorgerufen, schleuderten eine Viertelmillion Kubikmeter
Gestein auf die Stadt und ins Tal. Viele Prümer konnten evakuiert werden, es starben
jedoch 12 Menschen und viele wurden schwer verletzt.

Auch Maria und ich staunten nicht schlecht über die Tiefe des Kraters

Dort oben stand vor der Explosion die Kreuzkapelle Kalvarienberg, an die heute der
Nachbau des Eingangs erinnert, sowie eine Hinweistafel. Die Kapelle war
den Heiligen Josef von Arimatäa und Nicodemus geweiht

Links vom nachgestellten Eingang ging es nun durch einen Waldpfad, Weg Nr. 8 hinunter
zur  anderen Seite des Kraters.
Unten angekommen, stießen wir auf den Jakobspilgerweg, der aus dem Tal  herauf kam
und quer durch den Krater hoch zum Kreuz führte.

Wir folgten dem Pilgerweg ins Tal, vorbei an in wuchtigen Steinen befestigten Stationen
des Kreuzwegs.

 

 

Links kam nun die Kapelle "Unseren Lieben Frau"  zum Vorschein

Wir statteten ihr einen kurzen Besuch ab, um die Gottesmutter zu grüßen

Nun gingen wir weiter die Straße herunter und kamen an weitere Stationen des Kreuzwegs

Wir bogen  hier nach links von der Straße ab und folgten der Prümer Landroute 1 Richtung
Tettenbusch Tettenbach,  streiften eine weitere Kreuzwegstation

Von dieser Stelle aus hatte man einen schönen Blick auf Prüm und die Basilika.

 

 

Nach einem kurzen Marsch durch  Wald und Wiesen über den Schneifel Pfad und den 
Vulkano Pfad

erreichten wir die B 265, die wir links haltend überquerten.
Wir stiegen ein paar Treppenstufen herunter und erreichten 2 Teiche. Links an den Teichen
vorbei, ein paar Treppenstufen hoch erreichten wir ein Wohngebiet, rechts von uns lag der
Tettenbachweg.
Wir aber gingen  weiter geradeaus den Berg hoch und folgten der Prümer Land Route 1.
Vorbei an der Langemarckstraße und dem Kiefernweg bogen wir in den Tannenweg ein
und erreichten dann ein Erholungswerk der Post.
Vor dem Park ging es links in den Wald hinein Richtung Keltenring und
Schutzhütte Schwarzer Mann (lt. Schild 12,5km).
Nach wenigen Metern teilte sich der Weg, wir hielten uns links, folgten dem  Weg Nr. 2.
Es ging geradeaus durch den Wald, bis wir nach ca 600 m das nachstehende Schild erreichten:


Wir folgten der Beschilderung (im Every Trail Track seht Ihr, daß wir erst anders gegangen waren - durch
ungenaue Angaben eines Wanderfreundes). Dies soll Euch nun nicht passieren -hoffentlich-.

Über den noch verschneiten Weg kam der Keltenring rechts zum Vorschein und Lothar wurde zum
Fotoschießen geschickt, es lohnte sich.


Wir gingen den Pfad weiter und kamen zu einer Wegekreuzung mit Schutzhütte. Hier hielten
wir uns links und wanderten über einen breiten Waldweg Richtung Schutzhütte Schwarzer Mann.
Es war der Weg Nr. 2.

Etwa 10 Minuten später kam rechts wieder eine Schutzhütte, etwas weiter eine Wegeschranke,
an der wir rechts in den Weg abbogen, der ein wenig bergab führte -wir verließen also Weg 2-.
Wenige Meter weiter kam eine Kreuzung, die wir geradeaus überquerten (hier nicht von der
wieder auftauchenden Wegbezeichnung 2 irritieren lassen).  Hier gab es nun auch ein erstes
verwittertes Hinweisschild auf die Skihütte Wolfsschlucht, die an Sonntagen meist geöffnet sein soll.
 

Die Skihütte und die Schneekanone im Blick wanderten wir am Unterstand der Pistenraupe vorbei
rechts den Waldweg weiter.
Der Weg hatte keine Markierung, führte aber  Richtung Prüm. Wir erreichten dann eine Schutzhütte
mit einer nicht mehr intakten innenliegenden Feuerstelle - diese war nun außen -. Das Namensschild
der Hütte hatte man schon als Bank benutzt.
Die Hütte lag am Waldpfad Tettenbusch. Wir nahmen den Weg rechterhand und bogen nach wenigen
Metern direkt wieder links ab in den Weg Nr. 3. Diesem Weg folgten wir nun, obwohl man
zwischendurch immer wieder nach links talwärts abzweigen konnte.

Wir kamen nun am Ende des Waldweges am Forsthaus vorbei an die K164, die überquert wurde.
(Hier war leider der Akku meines Handys leer, so daß die Everytrail Aufzeichnung auch hier endete,
ca. 600 m vor Schluß der Wanderung).


Eine Treppe herabsteigend erreichten wir das Gelände eines Bienenlehrpfades. Dieser
Bienenlehrstand am Kurpark Prüm ist  von Mai bis August Sonntags von 13.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
 

Wir stiegen weiter ab und erreichten eine Armkneippanlage und hielten uns dann rechts.

Nach einem kurzen Gang durch den Kurpark
konnten wir die Türme der Basilika sehen und erreichten kurz vor dem Hahnplatz, unseren Ausgangsort
noch Prümer Originale, den Duppborn

und links daneben war Welle Kättche zu sehen

Wir warfen dann noch einen Blick auf die Rückseite der ehemaligen Abtei, die heute ein
Gymnasium beheimatet

Nun gings aber weiter zum Hahnplatz mit der Fahnenparade

und passend zum Osterfest, dem Osterbaum

Nun ließen wir uns im Stadtcafe genüßlich Kaffee und Kuchen munden.

Wir waren ziemlich ausgehungert, hatte man uns vorher eine Strecke von 12,5 km und eine
Wanderzeit von 2,5 Stunden avisiert. Tatsächliche Wegstrecke sind 16,7 km und die
Wanderzeit betrug ca. 4,5 Stunden.

Der Track mit GPS Daten und  ein paar Bildern ist unter   www.everytrail.com   unter der
Bezeichnung "Rund um Prüm Ostermontag" zu finden.

Ich bedanke mich, auch im Namen meiner Frau Maria  bei Lothar Herget, er machte die
meisten Fotos auf unserer Wanderung.

Winfried Kraatz